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Mikrofon-Membran

Die Mikrofon-Membran nimmt eine entscheidende Rolle bei der Klanggestaltung ein. Nicht nur die Bauweise des Mikrofons beeinflusst wichtige Metriken wie Frequenzbereich, Grenzschalldruck, Eigenrauschen oder Klangcharakter – diese Eigenschaften werden auch von der Membran mitgetragen. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Membran-Formen: Sogenannte Großmembran-Mikrofone (bei denen die Membran mindestens 1 Zoll, also 2,54 cm, Durchmesser besitzt) und Kleinmembran-Mikrofone (bei denen die Membran einen Durchmesser von weniger als 1 Zoll aufweist).

Kleinmembran-Mikrofone und Großmembran-Mikrofone gibt es in allen Mikrofon Arten, also sowohl bei Kondensator-Mikros, als auch bei dynamischen Geräten. Dabei spielen sowohl der Durchmesser an sich, als auch das daraus resultierende Gewicht der dünnen Schicht eine Rolle: Je größer der Membran-Durchmesser, desto wahrscheinlicher werden sogenannte Partialschwingungen. Das sind Schwingungen, die nur in bestimmten Bereichen der Membran auftreten und daher den Klang verfälschen, die Qualität der Aufnahmen also negativ beeinflussen.

Das Gewicht der Membran bestimmt außerdem, wie diese auf verschieden laute Töne reagiert: Bei einer Membranschicht, die beispielsweise nur ein halbes Zoll im Durchschnitt misst, ist das Gewicht so gering, dass auch leise Töne oder weit entfernte Schallquellen zuverlässig aufgenommen werden können. Große Membranen hingegen sind nicht so leicht in Schwingung zu versetzen, was dazu führt, dass solche Modelle relativ unempfindlich gegenüber störenden Hintergrundgeräuschen sind und die Sprachqualität in nicht optimal gedämmten Aufnahme-Räumen verbessert wird.